Idee Das Schallplattenmuseum Idee Angefangen hat es ganz klein - mit dem Kauf der ersten LP. Das war 1974. Das  scheinbare Ende der Schallplatte kam fast zeitgleich mit dem Umbruch im Osten  Deutschlands. Da war es zunächst zu spät, um das Vinylzeitalter nachholen zu  können. Das Internet und der Zufall kam zu Hilfe - eine erste repräsentative  Plattensammlung konnte erworben werden.   Der Besitzer war seit mehr als 20 Jahren verstorben, die Grabstelle bereits wieder  eingeebnet - nur seine LPs überdauerten die Zeit und brachten uns ihm nahe  (Danke,  Rainer "Jimi" Boyks).  Dann kam die Sammlung (bzw. dass was davon noch übrig war) von Michael "Mike"  Leckebusch (ja, genau - DER Mike Leckebusch) bei einer Auktion "unter den  Hammer" und über Ebay dann zu uns.   Und je tiefer wir in die Vinylmaterie einstiegen, umso deutlicher wurde uns, dass es  an der Zeit ist, die Schallplatte als Kulturgut und Zeitzeugnis in einer musealen  Einrichtung zu würdigen. Über fast 4 Jahrzehnte prägte die Schallplatte das  kulturelle Leben wesentlich. Und fast jede Lebenslage konnte mit  Schallplattenaufnahmen gemeistert werden (man denke nur an  Gymnastikanleitungen auf Vinyl für werdende Mütter).  Allein die Gestaltungsvielfalt der Schallplattenhüllen kann ganze  Ausstellungsräume füllen und zeugt von der Kreativität ihrer  Gestalter.   Totgesagte leben länger, sagt man. Die Schallplatte verzeichnet in  den letzten Jahren eine bescheidene Renaissance. Trotzdem ist  (leider) zu konstatieren, dass die Hoch-Zeit für Vinyl zu Ende ist.   Wir wollen mit unserer Initiative die Erinnerung an ein Stück  jüngerer Kulturgeschichte für eine interessierte Öffentlichkeit wach  halten und mit ihr auch die Protagonisten dieser Zeit würdigen. Die  mit der Dokumentation befassten Staatsarchive können diesen Teil  nicht leisten.   Wir suchen dazu den Kontakt zu Gleichgesinnten. Und wir brauchen die Unterstützung der  Branchenfachleute der Musikindustrie, der Komponisten und der Textdichter, der Interpreten und  Musikjournalisten !    Das Schallplattenmuseum wird von einem festen Ausstellungsteil getragen, der neben der Entstehungsgeschichte der  Schallplatte und einem kleinen Exkurs zur Herstellung der Schallplatte die Coverkunst in den Mittelpunkt stellt.  Flankierend dazu werden historische Musikboxen die jeweilige Zeit und deren Musik in den chronologisch geordneten  Ausstellungsräumen erlebbar machen.   In Wechselausstellungen besteht weiterhin die Möglichkeit, spezielle Themen wie das Repertoire bestimmter  Schallplattenfirmen und -label sowie Künstler- und Autorenporträts zu behandeln.